29 Apr. 2026
Tag der Wünsche
29 Apr. 2026Über das Event
Der 29. April ist der World Wish Day, ein Tag, der daran erinnert: Manchmal kann ein einzig erfüllter Wunsch alles verändern. Der Gedenktag wird seit 2010 begangen und ist mit einer Geschichte verbunden, bei der man kaum trockene Augen behält.
Die Geschichte, mit der alles begann
Am 29. April 1980 hatte der siebenjährige Chris Greicius aus Arizona, der an Leukämie erkrankt war, nur einen Traum — er wollte Polizist werden. Als örtliche Beamte davon erfuhren, beschlossen sie zu handeln. An diesem Tag bekam Chris eine echte Uniform, einen Helm und ein Abzeichen, bestand eine Motorrad-„Prüfung“ und flog sogar in einem Polizeihubschrauber mit. Er wurde der einzige Mensch, dem jemals der Titel eines Ehrenoffiziers des Arizona Department of Public Safety verliehen wurde. Vier Tage später, am 3. Mai, starb Chris. Doch diejenigen, die sein Glück gesehen hatten, beschlossen: Das darf kein Einzelfall bleiben. So entstand Make-A-Wish — eine der bekanntesten Wohltätigkeitsorganisationen der Welt.
Make-A-Wish heute
Seit 1980 hat die Stiftung mehr als 550.000 Wünsche von Kindern mit schweren Krankheiten erfüllt. Sie ist in 50 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv. Das erste offizielle „Wish Kid“ war Frank „Bopsy“ Salazar — ebenfalls ein siebenjähriger Junge mit Leukämie, dessen Traum ein Besuch im Disneyland war. So begann die langjährige Partnerschaft von Make-A-Wish mit Disney.
Die Wünsche sind ganz unterschiedlich: einmal Feuerwehrmann sein, einen Lieblingssportler treffen, mit Delfinen schwimmen, einen Welpen bekommen oder einfach mit der ganzen Familie ans Meer fahren. Rekordhalter unter den Prominenten ist der Wrestler John Cena, der mehr als 650 Wünsche erfüllt hat — mehr als jeder andere in der Geschichte der Stiftung.
Warum das wichtig ist
Studien zeigen: Die Erfüllung eines Wunsches ist nicht nur eine schöne Geste. Für ein Kind mit einer schweren Diagnose ist es ein Moment, in dem die Krankheit in den Hintergrund tritt und Freude, Hoffnung und das Gefühl, dass die Welt auf seiner Seite ist, in den Vordergrund rücken. Familien berichten, dass Kinder nach der Wunscherfüllung oft neue Kraft für ihren Kampf finden. Es wirkt nicht wie ein Medikament — eher wie Treibstoff, emotional und zutiefst menschlich.
Wunschtraditionen rund um die Welt
- Kerzen auf einer Torte ausblasen — eine Tradition, die auf die alten Griechen zurückgeht, die glaubten, der Rauch trage Wünsche zu den Göttern.
- Eine Münze in einen Brunnen werfen — ein römischer Brauch, der bis heute lebt (der Trevi-Brunnen „verdient“ rund 1,5 Millionen Euro im Jahr — das Geld geht an wohltätige Zwecke).
- Sich bei einer Sternschnuppe etwas wünschen — ein Brauch, der mindestens zwei Jahrtausende alt ist.
- Ein Wunschknochen (Wishbone) — eine angelsächsische Tradition: Wer das längere Stück bekommt, dessen Wunsch geht in Erfüllung.
- Löwenzahn — pusten und loslassen. Wenn alle Schirmchen davonfliegen, wird der Wunsch wahr. Funktioniert in jedem Alter.
Was schenkt man am Tag der Wünsche?
- Eine Spende an Make-A-Wish — selbst ein kleiner Betrag bringt den Wunsch eines Menschen der Wirklichkeit näher. Vielleicht das „echteste“ Geschenk überhaupt.
- Ein Wunschglas (Wish Jar) — ein schönes Glas plus ein Stapel kleiner Zettel. Jeder schreibt einen Wunsch auf und wirft ihn hinein. Öffnen ein Jahr später.
- Jemandem einen kleinen Wunsch erfüllen — einem Kollegen, einem Freund, einem Kind. Es muss nichts Großes sein; manchmal bedeutet ein Kaffee im richtigen Moment mehr, als man denkt.
- Ein Buch oder ein Film über erfüllte Träume — Inspiration steckt an.
- Einen Brief an das zukünftige Ich schreiben — mit Wünschen für das kommende Jahr. Versiegeln und am 29. April des nächsten Jahres öffnen.
Schon gewusst?
Die Griechen glaubten, dass der Rauch ausgeblasener Kerzen zum Olymp aufsteigt und Wünsche zu den Göttern trägt. Zwei Jahrtausende später pusten wir noch immer Kerzen auf Geburtstagskuchen aus — und glauben immer noch daran. Vielleicht liegt genau darin der Kern: Ein Wunsch ist der erste Schritt, etwas zu verändern. Und Make-A-Wish beweist das jeden Tag.